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2018 07 Pilze

Pilzvortrag beim „Braunen Hirsch“

Bericht zum Vortrag am 12. Juli 2018

Wie heißt es doch so schön: Essen kann man sie alle, manche jedoch nur einmal! Was hier gemeint ist, das weiß eigentlich auch fast jeder: Pilze. Zu diesem Thema referierte am 12. Juli 2018 Frau Ursula Hirschmann von der Naturhistorischen Gesellschaft e.V. Nürnberg im Nebenzimmer der Gaststätte „Geflügelhof“.

Anhand von ausgezeichneten Bildern wurden die gängigsten Pilze unserer  Wälder, giftig wie ungiftig, genießbar wie ungenießbar, vorgestellt und auf die einschlägige Literatur hingewiesen.

Vorweg gesagt: das Thema „Heimische Pilze“ ist umfangreich. Aber unter den Anwesenden waren erstaunlicherweise sehr sachkundige Waidkameraden und Waidkameradinnen. An dieser Stelle erfolgt deshalb keine wissenschaftliche Arbeit, sondern es wird nur auf ein paar Punkte für „Geh’n wir in die Pilze“ hingewiesen. Es ist deshalb äußerst ratsam, nur Pilze zu sammeln, die man gut kennt. Alte, schimmelige, schwammige Pilze soll man gar nicht pflücken. Schnecken, Maden, Wild usw. fressen auch Pilze, aber das heißt noch lange nicht, dass sie damit für den Menschen ungefährlich sind. Ferner muss hierbei auch an den Fuchsbandwurm, die noch vorhandene Becquerelbelastung, usw. gedacht  werden. Erwähnt werden muss an dieser Stelle auch das Naturschutzgesetz (rote Liste, streng geschützt) und die gesetzlichen Vorgaben über die zulässige Pilzmenge, die aus dem Wald „getragen“ werden darf. In manchen Ländern bestehen auch Sammelverbote.

Ist der Pilz sicher erkannt und dann erst geerntet, gleich im Wald mit geeignetem Werkzeug unbrauchbare Teile, Schmutz, Käfer, usw. entfernen. Der Transport und die Aufbewahrung von Pilzen erfolgt am besten in einem Korb, da hier ausreichend „Frischluft“ vorhanden, andernfalls in ungeeigneten Transportbehältnissen (z. B. Plastiktüte) die Pilze innerhalb kürzester Zeit verderben.

Die Zubereitung und der Verzehr von Pilzen erfolgt am besten erntefrisch. Bei manchen Pilzgerichten sollte man besser auf Alkohol verzichten!

Ferner lassen sich Pilze (dünn aufgeschnitten, ca. 2-3 mm) zum längeren Aufbewahren auch an der Luft oder im Backrohr (auf dem Kachelofen) usw. trocknen. Anschließend die getrockneten Pilze in einem gut verschließbaren Gefäß (Einweckglas) aufbewahren. Eine weitere Möglichkeit besteht im Einfrieren (möglichst tiefe Temperatur) der Pilze.

Auf den Verzehr von rohen Pilzen sollte am besten verzichtet werden, da doch in den meisten Fällen eine „Überreaktion“ im Magenbereich auftritt.

Wichtig: Bei einer Pilzvergiftung sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden und eventuell ein Teil der zubereiteten Pilzmahlzeit vorgelegt werden.

Der erste Vorsitzende Andreas Herzog bedankte sich bei Frau Hirschmann mit einem Weinpräsent. Eine überaus interessante Diskussionsrunde beendete diesen schönen Vortragsabend.        R.E.W.

 

!!!Der folgende Hinweis wurde der Internet-Seite NHG e.V. Nürnberg entnommen!!!) 

Pilzauskunftsstellen der Naturhistorischen Gesellschaft

  • Alle Auskünfte durch unsere Pilzberater werden ehrenamtlich erteilt.
  • Die Beratung ist an jedem Tag möglich, auch am Wochenende und an Feiertagen.
  • Vereinbaren Sie bitte immer telefonisch einen Beratungstermin mit Ihrem Pilzberater.
  • Pilze sind rasch verderblich!. Zu alte und angeschimmelte Pilze, sowie unzureichend erhitzte Pilze verursachen mehr als die Hälfte aller Vergiftungen.
  • Unbekannte Pilze bitte ganz vorlegen - nicht abschneiden - nur wenige Exemplare mitnehmen.

Nürnberg (0911)
Ursula Hirschmann, Zugspitzstr. 239/I, Tel. 8 14 93 15
Gisela Stellmacher, Kobergerstr. 32, Tel. 35 97 45

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